OL in der Großstadt

Wir sind für das Betreten und die Nutzung von Wohngebieten mit Gärten, Gewerbe- und Einkaufspassagen, Schul- und Hochschulanlagen, Parks, etc. auf das Wohlwollen von Behörden und Grundeigentümer angewiesen.

Deshalb erwarten wir von allen Teilnehmern, dass sie Respekt und Rücksichtnahme gegenüber Dritten üben, insbesondere gegenüber beeinträchtigten und älteren Passanten, Kindern und Kinderwagen. 

Grundsätzlich sind die Verkehrsregeln (StVO) einzuhalten. Sowohl in Qualifikation und Finale des Sprint-OLs gibt es überwiegend keinen bzw. geringen KFZ-Verkehr. Im Gelände der Sprint-OL-Staffel ist kein KFZ-Verkehr zu erwarten.

An beiden Tagen ist mit starker Nutzung der Gelände durch Fahrradfahrer zu rechnen. Auch hier bitten wir um Rücksicht und Vorsicht.

Sprint-OL: Regelkunde

Der Sprint-OL hat besondere Regeln. Dazu zählen die Kartendarstellung und die Sprint-OL-spezifischen Regeln in den Wettkampfbestimmungen (von DTB und IOF):

a. Jeder Wettkämpfer sollte mit der Kartendarstellung für Sprint-OL-Karten vertraut sein. Es wird auf die seit Beginn diesen Jahres geltenden Änderungen in der Darstellungsnorm für Sprint-OL-Karten und den erläuternden Artikel auf o-Sport.de hingewiesen: https://o-sport.de/news/aenderungen-in-der-issprom-2019/  

b. Zu den Besonderheiten des Sprint-OL gehört, dass einige Kartensymbole im Gelände nicht betreten bzw. nicht gequert werden dürfen. Maßgeblich ist die Kartendarstellung (nicht die subjektive Wahrnehmung des Läufers). Zur Klarheit wird der Veranstalter an einigen Stellen zusätzliche Absperrungen anbringen. Die genannten Verbote gelten mit Absperrung und selbstverständlich auch ohne zusätzliche Absperrung.

Für die Wettkämpfe des Hamburg-OL relevant sind: Unpassierbare Mauer, unpassierbarer Zaun und unpassierbare Begrenzung (violett) dürfen nicht überquert werden. Gebäude, verbotenes Gebiet (oliv), sehr dichte Vegetation (grün-schwarz), Sperrgebiete und Baustellen (beides violett) dürfen nicht betreten werden. 

Das Informationsblatt von swiss orienteering erläutert die wesentlichen Do’s and Don’ts sehr anschaulich.

Darstellung von 2 Ebenen

Eine Besonderheit ist das Laufen in Gebieten mit zwei Ebenen. Dies können „einfache“ Brückensituationen sein, aber auch komplexe Situationen, z.B. Parkhäuser oder eine zweite Ebene, die großräumiger belaufbar ist. 2 Ebenen kommen nicht so häufig vor und die Darstellungsnorm ist noch neu. Bei der DM Sprint/WRE werden die Wettkämpfer häufig auf 2 Ebenen treffen. Wir empfehlen allen Wettkämpfern sich mit der Darstellung vertraut zu machen. Praktisches oder Trockentraining bildet Vertrauen in die neue Darstellung: https://o-sport.de/news/aenderungen-in-der-issprom-2019/  

Hier einige praktische Tipps, wie man diese Gebiete erkennt und beurteilen kann:

a. Grundsätzlich wird auf der Karte die obere Ebene dargestellt. Für die untere Ebene wird nur dargestellt, wo diese belaufen werden kann, aber ohne weitere Details.

b. Die gestreifte Darstellung wird für Gebiete genutzt, welche auf zwei Ebenen belaufen werden können. Die Farbe beschreibt die Belaufbarkeit der oberen Ebene.

—> in beiden Beispielen ist die obere Ebene befestigter Boden (Beton, Asphalt, o.ä.)

c. schwarze Dreiecke („Sägezähne“) beschreiben den Zugang zur unteren Ebene. Die „Sägezähne“ sind das sogenannte Brücken- oder Tunneleingangs-Symbol. „Sägezähne“ kommen als breite Eingänge in Form mehrerer schwarzer Dreieicke nebeneinander vor, aber auch als einzelnes schwarzes Dreieck für schmale Zugänge (z.B. schmaler Zugang oder in Kombination mit Treppen). An “Sägezähnen” ist ein wechseln der Ebene verboten (kein runterspringen oder hochklettern). Ein Wechsel der Ebene ist z.B. über Treppen möglich.

—> im “Beispiel Parkhaus” gibt es Zugang zur unteren Ebene entweder von Süden (3 schwarze Dreiecke) oder im nordöstlichen Teil über eine Treppe (1 schwarzes Dreieck, Wechsel der Ebene)

d. schwarze gestrichelte Linien beschreiben Begrenzungen der unteren Ebene, die nicht durch andere Symbole bereits zu erkennen sind. Bei diesem Symbol ist kein Zugang oder Ausgang der unteren Ebene möglich, aber natürlich kann hier auf der oberen Ebene gelaufen werden. Beispiele sind bei einer Brückenunterführung die linken und rechten Seitenwände oder bei einer größeren unteren Ebene die Begrenzungswände. 

—> Zugang auf die obere Ebene über das Durchgang-/Tunnelsymbol auf der Nord- und Ostseite (aber kein Zugang auf die untere Ebene)

—> im Beispiel im Westteil Zugang zur oberen Ebene (überwindbare Mauer, Hecke), aber nicht über die unüberwindbaren Mauern im Ostteil

Beispiel Tunnel
Beispiel Parkhaus

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